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Schlafende

Schlafende

Im Schlaf bin ich vollkommen.
Meine Sinne schließen ihre Fensterläden, öffnen die Türen zu den Innenräumen und erschaffen mich als abgeschlossenes Wesen.
Eine Außenwelt existiert nicht mehr. Ich habe keine Angst. Meine Einsamkeit, getrennt zu sein von den anderen;
meine skeptische Qual, ob das, was ich wahrnehme, Täuschung ist; das alles bedeutet nichts.
Es gibt allein mich, und die ganze Welt ist in mir. Was ich sinnlich empfinde, ist wahrhaftig. Der Schlaf schafft eine zweifellose Wirklichkeit. Ausschnitt aus dem Text „Im Schlaf ein Gott“ von Stefan Krüger, inspiriert durch die Serie „Schlafende“ und einem gemeinsamen Gespräch am 12. Mai 2011